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Wappen des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Härtefallhilfen werden durch die Länder geregelt. Das jeweilige Bundesland prüft den Einzelfall und entscheidet nach eigenem Ermessen, wer eine Härtefallhilfe erhält. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Härtefallhilfe.

Die Informationen auf dieser Seite beruhen auf den für die Gewährung der Härtefallhilfe in Nordrhein-Westfalen maßgeblichen Rechts- und Handlungsgrundlagen:

Fragen und Antworten zur Härtefallhilfe in Nordrhein-Westfalen

1. Was ist die Härtefallhilfe NRW und was ist deren Ziel?

Der Bund stützt die Wirtschaft in der Corona-Pandemie umfassend durch die Fördersystematik der bestehenden Unternehmenshilfen. Zudem hat die nordrhein-westfälische Landesregierung Sonderprogramme aufgelegt. Dennoch kann es in besonderen Fallkonstellationen dazu kommen, dass bestehende Hilfsprogramme im Zusammenhang mit besonderen Härten für Unternehmen nicht greifen.

Denjenigen, die die Folgen der Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen haben, ohne dass sie für diese Folgen aus anderen Hilfsprogrammen entsprechende Mittel erhalten haben oder ihnen der vertretbare Einsatz eigener Mittel oder die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen möglich ist, soll durch die Härtefallhilfe NRW eine einmalige Unterstützung gewährt werden können.

Neu: Die Härtefallhilfe wurde auf den Förderzeitraum bis Ende Dezember 2021 verlängert. Der Höchstförderbetrag beträgt unverändert bis zu 150.000 Euro. Der Antrag ist bis spätestens zum Ablauf des 31. Dezember 2021 zu stellen. Nähere Informationen zu den Änderungen erhalten Sie in diesen FAQ unter den Fragen 5.4 und 5.5.

Antragsberechtigt sind von der Corona-Krise betroffene Unternehmen einschließlich Sozialunternehmen (gemeinnützige Unternehmen) sowie Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb, die zum Zeitpunkt der Antragstellung und Auszahlung der Härtefallhilfe NRW ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben.

Diesen Unternehmen kann zur Milderung pandemiebedingter besonderer Härten eine Härtefallhilfe NRW gewährt werden, wenn

  1. In allen bestehenden Hilfsprogrammen keine Antragsberechtigung gegeben ist und dies im Zusammenhang mit einer pandemiebedingten besonderen Härte steht (so genannte harte Subsidiarität).
  2. Eine außerordentliche Belastung zu tragen ist, die absehbar die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens bedroht.
  3. Der Unternehmensfortbestand mit Gewährung einer Billigkeitsleistung aus der Härtefallhilfe NRW nachhaltig gesichert ist.

Als Unternehmen gilt dabei jede rechtlich selbstständige Einheit (mit eigener Rechtsfähigkeit) unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig ist, inklusive gemeinnützigen Unternehmen beziehungsweise Sozialunternehmen, Organisationen und Vereinen.

Sozialunternehmen (gemeinnützige Unternehmen) sind nach §§ 51 fortfolgende der Abgabenordnung steuerbegünstigte Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen unabhängig von ihrer Rechtsform, sofern sie dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind.

Soloselbstständige sind Antragstellende, die unabhängig von der wöchentlichen Stundenzahl weniger als einer Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter beschäftigen.

Soloselbständige und andere selbständige Angehörige der Freien Berufe sind dann im Haupterwerb tätig, wenn sie die Summe ihrer Einkünfte grundsätzlich im Jahr 2019 zu mindestens 51 Prozent aus ihrer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit erzielen. Alternativ können analog zu den Regelungen der Überbrückungshilfe III/III Plus die Monate Januar 2021 oder Februar 2021 zur Berechnung des Haupterwerbs herangezogen werden (Ziffer 1.1, Fußnote 1 der FAQ zur Überbrückungshilfe III). Die Härtefallkommission kann nach pflichtgemäßem Ermessen entscheiden, dass im Zusammenhang mit der Berechnung des Haupterwerbs eine pandemiebedingte besondere Härte verbunden ist und Ausnahmen von dem hier genannten Zeitraum zur Berechnung des Haupterwerbs zulassen (vergleiche Ziffer 1.5 dieser FAQ).

Folgende Antragstellende sind explizit nicht antragsberechtigt (Ausschlusskriterien):

  • Unternehmen, die sich in einem laufenden Insolvenzverfahren befinden,
  • Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt geführt werden,
  • Unternehmen ohne inländische Betriebsstätte oder Sitz,
  • Unternehmen, die sich bereits zum 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben
  • Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb,
  • öffentliche Unternehmen.

Öffentliche Unternehmen sind Unternehmen, die sich – auch mittelbar – im Mehrheitsbesitz (über 50 Prozent der Anteile oder der Stimmrechte) des Landes, einer Kommune, einer Körperschaft öffentlichen Rechts oder eines anderen öffentlichen Unternehmens befinden.

Ausgeschlossen sind darüber hinaus Antragstellende, deren pandemiebedingte besondere Härte bereits durch den Einsatz vorhandener liquider Eigenmittel oder aus Versicherungsleistungen abgewendet werden konnte oder kann.

Verbundene Unternehmen dürfen nur einen Antrag für alle verbundenen Unternehmen gemeinsam stellen. Auch für die Härtefallhilfe NRW gilt die Begriffsbestimmung zu verbundenen Unternehmen nach den FAQ zur Überbrückungshilfe III (Ziffer 5.2).

Eine pandemiebedingte besondere Härte liegt vor, wenn

  1. für die oder den Antragstellenden in den bestehenden Hilfsprogrammen (vergleiche Ziffer 1.6 dieser FAQ) keine Antragsberechtigung besteht oder bestand und
  2. eine absehbare Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz vorliegt. Dies ist der Fall, wenn die Voraussetzungen für eine Insolvenzanmeldung, das sind Zahlungsunfähigkeit (§ 17 Insolvenzordnung, InsO) oder Überschuldung (§ 19 InsO), ohne entsprechende Hilfszahlungen absehbar nicht abgewendet werden können. Die absehbare Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz muss sich ursächlich und zweifelsfrei ausschließlich aus den Auswirkungen der Pandemiebekämpfung ableiten lassen und
  3. die Härtefallkommission nach pflichtgemäßem Ermessen feststellt, dass der Ausschluss aus den bestehenden Hilfsprogrammen im Zusammenhang mit einer besonderen pandemiebedingten Härte steht.

Eine pandemiebedingte besondere Härte liegt nicht vor, wenn Leistungen aus einem bestehenden Hilfsprogramm (vergleiche Ziffer 1.6 dieser FAQ) aufgrund eines schuldhaften Versäumnisses der oder des Antragstellenden, zum Beispiel einer Fristversäumnis, nicht gewährt wurden und gewährt werden können.

Leistungen aus der Härtefallhilfe NRW sind gegenüber bestehenden Hilfsprogrammen grundsätzlich nachrangig (subsidiär). Unbeschadet der übrigen Antragsvoraussetzungen heißt das im Einzelnen:

  • Unternehmen, die in der Überbrückungshilfe III/III Plus antragsberechtig sind, haben für keinen Zeitraum Anspruch auf Härtefallhilfe NRW.
  • Unternehmen, die in der November- und Dezemberhilfe antragsberechtigt sind, haben nur für die Monate November und Dezember keinen Anspruch auf Härtefallhilfe NRW. Für die übrigen Programmmonate der Härtefallhilfe NRW können vorbehaltlich der Ausschlüsse aufgrund der anderen Überbrückungshilfen und der übrigen Voraussetzungen Anträge gestellt werden.
  • Unternehmen, die in der Überbrückungshilfe II antragsberechtigt waren, haben nur für die Monate außerhalb des Programmzeitraumes der Überbrückungshilfe II (also ab Januar 2021) Anspruch auf Leistungen aus der Härtefallhilfe NRW.
  • Unternehmen, die nur in der Überbrückungshilfe I antragsberechtigt waren, haben nur für die Monate außerhalb des Programmzeitraumes der Überbrückungshilfe I (das ist von Juni bis August 2020) Anspruch auf Leistungen aus der Härtefallhilfe NRW vorbehaltlich der Ausschlüsse aufgrund der anderen Überbrückungshilfen.
  • Unternehmen, die Soforthilfe erhalten haben, sind für den gesamten Programmzeitraum der Härtefallhilfe NRW antragsberechtigt.

Ebenso besteht keine Antragsberechtigung auf Härtefallhilfe NRW für solche Antragstellende, die Mittel aus anderen gleichartigen pandemiebedingten Zuschussprogrammen des Bundes, der Länder und der Kommunen erhalten haben oder erhalten können, soweit die Fördergegenstände und der Förderzweck übereinstimmen und sich die Förderzeiträume überschneiden. Das schließt auch Härtefallhilfen der anderen Länder ein und stellt daher einen Ausschlussgrund dar.

Die Härtefallkommission ist eine im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen eingerichtete Kommission, die nach pflichtgemäßem Ermessen über das Vorliegen einer pandemiebedingten besonderen Härte entscheidet (vergleiche Ziffer 1.5 dieser FAQ). Ebenso entscheidet sie über die Höhe der gewährten Härtefallhilfe NRW (vergleiche Ziffer 2.1 dieser FAQ).

Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Staatskanzlei, des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalens. Den Vorsitz hat das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Beratend wirken in der Kommission zudem Vertreterinnen und Vertreter des Westdeutschen Handwerkskammertages und der Vereinigung der nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern mit.

Bei Prognosen über die Umsatzentwicklung und über andere für die Antragsberechtigung oder eine mögliche Höhe der Härtefallhilfe NRW erheblichen Kennzahlen und Parameter der betriebswirtschaftlichen Geschäftsführung darf das Fortbestehen der tatsächlichen und rechtlichen Lage im Hinblick auf die Eindämmung der Corona-Pandemie zugrunde gelegt werden, die zum Zeitpunkt der Antragstellung besteht.

2. Wie viel Härtefallhilfe NRW wird gezahlt?

Die Höhe der Härtefallhilfe NRW richtet sich nach den förderfähigen Tatbeständen und den übrigen Regelungen zur Berechnung der Förderhöhe nach der Überbrückungshilfe III/III Plus, das heißt nach den jeweils erstattungsfähigen Fixkosten. Das schließt die Möglichkeit einer Gewährung eines Eigenkapitalzuschusses analog zur Überbrückungshilfe III/III Plus ein (siehe FAQ der Überbrückungshilfe III, Ziffer 2.1). Umsatz- oder Gewinnerstattungen werden nicht gewährt.

Die in der Überbrückungshilfe III/III Plus geltenden Sonderregelungen für bestimmte Branchen, etwa die Reise- oder Veranstaltungsbranche, werden in der Berechnung der Förderhöhe berücksichtigt. Gleiches gilt für die Möglichkeit für bestimmte Unternehmen, Sonderabschreibungen auf Saison- und verderbliche Ware geltend zu machen und alle anderen Sonderregelungen der Überbrückungshilfe III/III Plus.

Über die tatsächliche Höhe der gewährten Härtefallhilfe NRW entscheidet abschließend das Votum der Härtefallkommission im Einzelfall nach pflichtgemäßem Ermessen (vergleiche Ziffer 1.7 dieser FAQ). Sie ist jedoch auf 150.000 Euro begrenzt (vergleiche auch Ziffer 2.2 dieser FAQ).

Die Höhe der Härtefallhilfe NRW ist für den gesamten Förderzeitraum auf 150.000 Euro begrenzt. Anträge mit einem Antragsvolumen unterhalb einer Bagatellgrenze von 5.000 Euro sind nicht möglich.

Nein, anzugeben sind lediglich die monatlich entstandenen Fixkosten und die entsprechenden Umsatzrückgänge. Die Förderhöhe wird in Anlehnung an die Berechnungen der Überbrückungshilfe III/III Plus von der Härtefallkommission bestimmt (vergleiche Ziffer 2.1 dieser FAQ). Eine Entscheidung über die tatsächliche Höhe trifft die Härtefallkommission nach pflichtgemäßem Ermessen (vergleiche Ziffer 1.7 dieser FAQ).

3. Zeitraum, Antragsverfahren und Schlussabrechnung

Härtefallhilfe NRW wird analog zur Überbrückungshilfe III/III Plus monatlich gewährt. Der Programmzeitraum entspricht ebenso jenem der Überbrückungshilfe III/III Plus. Grundsätzlich sind das die Monate November 2020 bis Dezember 2021. Für besondere Branchen, etwa die Reise- und Veranstaltungswirtschaft, kann entsprechend den Regeln der Überbrückungshilfe III/III Plus eine Härtefallhilfe rückwirkend ab März 2020 gewährt werden.

Der Antrag auf Härtefallhilfe NRW kann nur von den auch in der Überbrückungshilfe III/III Plus zugelassenen beauftragten prüfenden Dritten gestellt werden, das heißt von

  • einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater,
  • einer Wirtschaftsprüferin oder einem Wirtschaftsprüfer,
  • einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt oder
  • einer vereidigten Buchprüferin oder einem vereidigten Buchprüfer.

Direktanträge in eigenem Namen sind ausgeschlossen.

Zu den Möglichkeiten, eine prüfende Dritte oder einen prüfenden Dritten für die Antragstellung zu finden, wird auf die FAQ der Überbrückungshilfe III, Ziffer 3.2 verwiesen.

Analog zur Überbrückungshilfe III/III Plus sind Kosten für prüfende Dritte auch in der Härtefallhilfe NRW förderfähig (vergleiche Ziffer 2.1 dieser FAQ und Ziffer 3.11 der FAQ der Überbrückungshilfe III).

Zum Zeitpunkt der Antragstellung und Auszahlung der Härtefallhilfe NRW muss die oder der Antragstellende in der Regel seinen Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben.

Wenn ein Unternehmen, beispielsweise als verbundenes Unternehmen, Betriebsstätten beziehungsweise Niederlassungen in mehreren Bundesländern hat, dann ist der Antrag in Nordrhein-Westfalen in der Regel nur dann zu stellen, wenn auch der Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen ist. Über Ausnahmen von dieser Regel entscheidet die Härtefallkommission nach pflichtgemäßen Ermessen im Einzelfall.

Der Hauptsitz eines verbundenen Unternehmens ist dann in Nordrhein-Westfalen, wenn sich das zuständige Finanzamt der Mutter Gesellschaft („Holding“) in Nordrhein-Westfalen befindet. Beruht die Verbundeigenschaft auf der Beziehung einer natürlichen Person beziehungsweise einer gemeinsam handelnden Gruppe natürlicher Personen zu den verbundenen Unternehmen, ist der Hauptsitz dann in Nordrhein-Westfalen, wenn sich das zuständige Finanzamt der natürlichen Person beziehungsweise einer der natürlichen Personen in der gemeinsam handelnden Gruppe in Nordrhein-Westfalen befindet.

Eine Beantragung von Härtefallhilfen in mehreren Bundesländern ist nicht zulässig (vergleiche auch Ziffer 1.6 dieser FAQ).

Anträge auf Gewährung einer Härtefallhilfe NRW sind über das gemeinsame Portal der Länder unter der Internetadresse www.haertefallhilfe.de durch eine prüfende Dritte oder einen prüfenden Dritten zu stellen. Anträge über das gemeinsame Internetportal werden automatisch an die zuständigen Bewilligungsbehörden beziehungsweise die Härtefallkommission der Länder weitergeleitet.

Nach der Entscheidung der Härtefallkommission werden Bewilligungen oder ablehnende Bescheide von der jeweils örtlich zuständigen Bezirksregierung ausgestellt. Die örtliche Zuständigkeit der jeweiligen Bezirksregierung bestimmt sich nach dem Ort des zuständigen Finanzamtes der Antragstellerin oder des Antragstellers.

Die oder der prüfende Dritte hat im Antrag mittels geeigneter Erläuterungen und, falls möglich zusätzlichen Dokumenten, zu belegen, dass eine Antragsberechtigung der oder des Antragstellenden in bestehenden Hilfsprogrammen (vergleiche Ziffer 1.6 dieser FAQ) ausgeschlossen ist.

Darüber hinaus ist zu bestätigen, dass

  • eine absehbare Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz des Antragstellenden vorliegt,
  • die absehbare Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz ausschließlich und zweifelsfrei auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und ihrer Bekämpfung zurückzuführen ist,
  • bei Gewährung einer Härtefallhilfe NRW der Unternehmensfortbestand gesichert werden kann und
  • sich die oder der Antragstellende in keinem laufenden Insolvenzverfahren befindet.

Die oder der Antragstellende hat zudem weitere Erklärungen abzugeben, insbesondere zu subventionserheblichen Tatsachen.

Für diese Erläuterungen und Erklärungen steht ein gemeinsames Dokument zum Download zur Verfügung, das ausgefüllt und sowohl von prüfenden Dritten als auch von Antragstellenden unterschrieben im Antragsformular hochzuladen ist. Das Dokument ist auf dieser Seite unter „Antrag jetzt stellen“ abrufbar.

Der Antrag auf Härtefallhilfe NRW ist bis spätestens zum Ablauf des 31. Dezember 2021 zu stellen.

Nach Ablauf des letzten Fördermonats beziehungsweise nach Bewilligung hat die oder der Antragstellende über die beauftragte prüfende Dritte oder den beauftragten prüfenden Dritten eine Schlussabrechnung über die empfangenen Leistungen vorzulegen, um insbesondere die Antragsvoraussetzungen und Berechnungsgrundlagen für die Förderhöhen, etwa den pandemiebedingten Umsatzrückgang, prüfen zu können.

Erweisen sich für die Ermittlung von Antragsdaten erstellte Prognosen (beispielsweise der Umsatzentwicklung) im Nachhinein als unzutreffend, sind etwaig zu viel gewährte Leistungen zurückzuzahlen. Nachzahlungen sind im Rahmen der Schlussabrechnung ausgeschlossen.

Die Schlussabrechnung und die dort vorzulegenden Dokumente und Erklärungen richten sich entsprechend nach den Bestimmungen der Überbrückungshilfe III/III Plus (siehe FAQ zur Überbrückungshilfe III, Ziffer 3.12).

Bei vorsätzlich oder leichtfertig falschen oder unvollständigen Angaben sowie vorsätzlichem oder leichtfertigem Unterlassen einer Mitteilung über Änderungen in diesen Angaben müssen die Antragstellenden mit Strafverfolgung wegen Subventionsbetrugs (§ 264 Strafgesetzbuch, StGB) und weiteren rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Die prüfenden Dritten haben ihre allgemeinen Berufspflichten zu beachten. Eine darüberhinausgehende Haftung gegenüber dem die Härtefallhilfe gewährenden Land ist ausgeschlossen.

Wenn der Erklärung der oder des Antragstellenden hinsichtlich Steueroasen zuwidergehandelt wird, erfolgt eine Aufhebung des Bewilligungsbescheides, was zur Rückforderung der Härtefallhilfe in voller Höhe führt.

Im Falle einer fehlerhaft übermittelten Kontoverbindung ist es nicht möglich, über das elektronische Antragsverfahren die Daten zur Kontoverbindung zu korrigieren. Wenden Sie sich im Falle eines erheblichen Änderungsbedarfes bitte an die Hotline des Landes Nordrhein-Westfalen unter +49 211-7956 4996. Sollte ein tatsächlicher und konkreter Änderungsbedarf Ihres Antrages bestehen, werden Ihnen dort weitere Kontaktmöglichkeiten genannt.

Es können nur Bankdaten verwendet werden, die beim zuständigen Finanzamt als Kontoverbindung hinterlegt sind.

Wenden Sie sich im Falle eines erheblichen Änderungsbedarfes bitte an die Hotline des Landes Nordrhein-Westfalen unter +49 211-7956 4996. Sollte ein tatsächlicher und konkreter Änderungsbedarf Ihres Antrages bestehen, werden Ihnen dort weitere Kontaktmöglichkeiten genannt.

Im Falle einer zu hohen Bewilligung beziehungsweise Auszahlung wird eine Korrektur spätestens im Rahmen der Schlussabrechnung erfolgen, verbunden mit einer Aufforderung zur Rückzahlung, falls die bereits gezahlten Zuschüsse den endgültigen Anspruch übersteigen (vergleiche Ziffer 3.12 der FAQ zur Überbrückungshilfe III).

Im Rahmen des Antrags auf Härtefallhilfe ist unter anderem zu erklären, dass die tatsächlichen Eigentümerverhältnisse der Antragstellenden durch Eintragung ihrer wirtschaftlich Berechtigten in das Transparenzregister im Sinne von § 20 Absatz 1 Geldwäschegesetz (GwG) offengelegt sind. Sofern die Mitteilungsfiktion des § 20 Absatz 2 GwG greift, weil die Angaben nach § 19 Absatz 1 Nummer 1 bis 4 GwG zu den wirtschaftlich Berechtigten aus einem in § 20 Absatz 2 Satz 1 GwG bezeichneten Register (Handelsregister, Partnerschaftsregister, Genossenschaftsregister, Vereinsregister oder Unternehmensregister) elektronisch abrufbar sind, ist keine separate Eintragung in das Transparenzregister, jedoch die Beifügung des Nachweises über die wirtschaftlich Berechtigten aus dem anderen Register (zum Beispiel Gesellschafterliste aus dem Handelsregister) erforderlich. Es ist ausreichend, wenn der entsprechende Nachweis der prüfenden Dritten oder dem prüfenden Dritten vorliegt, so dass er der Bewilligungsstelle auf deren explizite Anforderung hin übermittelt werden kann. Es ist nicht notwendig, den Nachweis bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung zu übermitteln oder ungefragt der Bewilligungsstelle zuzusenden.

Die Pflicht zur Eintragung in das Transparenzregister besteht im Rahmen der Gewährung von Unterstützungsleistungen auch für antragstellende Unternehmen, die nicht ausdrücklich vom Wortlaut des § 20 Absatz 1 GwG erfasst sind. Dies gilt beispielsweise für ausländische Gesellschaften mit Betriebsstätte in Deutschland, nicht aber für natürliche Personen und Gesellschaften bürgerlichen Rechts. Für ausländische Gesellschaften gilt die Pflicht zur Eintragung ins Transparenzregister nicht, wenn sie entsprechende Angaben bereits an ein anderes Register eines Mitgliedstaates der Europäischen Union übermittelt haben.

Auf der für die Eintragung vorgesehenen Internetseite des Transparenzregisters besteht die Möglichkeit, die entsprechenden Daten zu übermitteln. Die Pflicht der antragstellenden Unternehmen im Sinne des Antragsverfahrens ist mit der Übermittlung abgeschlossen, worüber diese auch sofort und automatisch einen Nachweis erhalten. Soweit die Bewilligungsstelle einen Nachweis über die tatsächlichen Eigentümerverhältnisse nicht bereits im Rahmen der Antragstellung anfordert, muss die Eintragung ins Transparenzregister spätestens zu dem Zeitpunkt erfolgt sein, zu dem die Schlussabrechnung vorgelegt wird.

4. Allgemeines

Bei Fragen zu den Corona-Hilfsprogrammen in Nordrhein-Westfalen und der Härtefallhilfe im Speziellen können Sie sich an die Hotline des Landes Nordrhein-Westfalen unter +49 211-7956 4996 wenden.

Die im Rahmen der Härtefallhilfe erhaltenen Hilfen sind als Betriebseinnahmen nach den allgemeinen ertragssteuerrechtlichen Regelungen im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen. Umsatzsteuerrechtlich ist die Härtefallhilfe NRW als so genannter echter Zuschuss nicht umsatzsteuerbar. Es fällt also keine Umsatzsteuer an.

Für Zwecke der Festsetzung von Vorauszahlungen für das Jahr 2021 sind Hilfen aus der Härtefallhilfe jedoch analog zur Überbrückungshilfe III nicht zu berücksichtigen.

Nein. Die Härtefallkommission kann im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens entscheiden, dass bei Wahrung der übrigen Antragsvoraussetzungen eine Härtefallhilfe NRW ohne Gewerbeschein gewährt werden kann.

Unter der Voraussetzung, dass alle vorliegenden Informationen und Dokumente zur Verfügung gestellt werden, kann der Auftrag zur weiteren Betreuung des Antrags auch durch andere prüfende Dritte übernommen und bearbeitet werden. Dahingehend muss eine Übertragung des Mandats durchgeführt werden. Bei Rückfragen zum konkreten Vorgehen wenden Sie sich bitte an den Service-Desk für prüfende Dritte unter +49 30 - 530 199 322, Servicezeiten Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr.

Die Härtefallhilfe NRW bietet ein beihilferechtliches Wahlrecht zwischen der

  1. Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020, gegebenenfalls kumuliert mit der De-minimis-Verordnung mit einem beihilferechtlich zulässigen Höchstbetrag von 2 Millionen Euro („Regelung zur vorübergehenden Gewährung geringfügiger Beihilfen im Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19" in der jeweils geltenden Fassung)
  2. Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 mit einem beihilferechtlich zulässigen Höchstbetrag von 10 Millionen Euro („Regelung zur Gewährung von Unterstützung für ungedeckte Fixkosten im Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19", mit der die Mitteilung der Europäischen Kommission C(2020) 1863 final vom 19. März 2020 in der jeweils geltenden Fassung (Temporary Framework) umgesetzt wird)
  3. Kumulierung der „Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020“ und der „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ (beihilferechtlich zulässiger Höchstbetrag: 11.800.000 Euro)
  4. Kumulierung der „Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020“ und der „Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ sowie De-minimis-Verordnung (beihilferechtlich zulässiger Höchstbetrag: 12 Millionen Euro)

Dabei sind insbesondere folgende Einschränkungen zur Bundesregelung Fixkostenhilfe zu beachten:

  • Unternehmen, die im Jahr 2019 keinen Umsatz erzielt haben, beispielsweise weil sie erst nach dem 31. Dezember 2019 gegründet worden sind, kann eine Härtefallhilfe NRW nicht nach der Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 gewährt werden.
  • Die Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 kann umgekehrt nur herangezogen werden, wenn in 2019 ein Vergleichsumsatz vorliegt, zu dem im Vergleich zu den Fördermonaten der Härtefallhilfe NRW ein 30 prozentiger Umsatzeinbruch besteht.
  • Bei Antragsberechtigten, die in den Vergleichsmonaten 2019 ihre Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen hatten, kann als Vergleichsumsatz, sofern vorhanden, der durchschnittliche monatliche Umsatz im Jahr 2019 gewählt werden.
  • Ebenso kann eine Härtefallhilfe NRW nach der Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 nicht gewährt werden, wenn beispielsweise auf Grund einer individuellen Härtefallkonstellation Vergleichsumsätze vor dem 1.1.2019 herangezogen werden.
  • In diesen Fällen kann eine Härtefallhilfe NRW nur nach der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020, gegebenenfalls kumuliert mit der De-mininmis-Verordnung, gewährt werden.

Durch die Inanspruchnahme von Überbrückungshilfen und anderen Soforthilfen des Bundes und der Länder darf der beihilferechtlich zulässige Höchstbetrag nicht überschritten werden.

Die Vorgaben des europäischen Beihilferechts sind einzuhalten. Die Härtefallhilfe NRW stützt sich analog zur Überbrückungshilfe III auf die Bundesregelung Kleinbeihilfen, die De-minimis-Verordnung und die Bundesregelung Fixkostenhilfe.

Unternehmen, die auf Grundlage der Bundesregelung Fixkostenhilfe ihren Antrag stellen, können daher eine Förderung nur bis zu 70 Prozent der ungedeckten Fixkosten im Sinne des europäischen Beihilferechts im beihilfefähigen Zeitraum (März 2020 bis Juni 2021) erhalten. Im Falle von kleinen und Kleinstunternehmen (Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und einem Jahresumsatz beziehungsweise einer Jahresbilanz von nicht mehr als 10 Millionen Euro), die auf Grundlage der Bundesregelung Fixkostenhilfe ihren Antrag stellen, darf die gewährte Hilfe bis zu 90 Prozent der ungedeckten Fixkosten betragen

Weitere Informationen zu den genannten beihilferechtlichen Grundlagen entnehmen Sie bitte den FAQ zur Überbrückungshilfe III (Ziffer 4.16) und den Beihilfe-FAQ des Bundes.

Der oder die prüfende Dritte hat insbesondere detaillierte Erläuterungen zu folgenden Themenbereichen einzureichen:

  • Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz
    Es ist dazu Stellung zu nehmen, inwiefern die Voraussetzungen für eine Insolvenzanmeldung – das sind Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) oder Überschuldung (§ 19 InsO) – ohne entsprechende Hilfszahlungen absehbar nicht abgewendet werden können. Hierbei ist auch darauf einzugehen, in welcher Höhe eine Härtefallhilfezahlung unterstellt wurde.
  • Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz ausschließlich und zweifelsfrei auf die Corona-Pandemie zurückführbar
    Darlegung eines direkten (beispielsweise durch Schließungsanordnung) oder indirekten (beispielsweise Einbruch der Laufkundschaft) Zusammenhangs der wirtschaftlichen Existenzbedrohung mit der Corona-Pandemie
  • Fehlende Antragsberechtigung für bestehende Hilfsprogramme und fehlende andere Mittel („Subsidiarität“)
    Kurze Erläuterung, warum bestehende Hilfsprogramme beziehungsweise andere Mittel (Eigenmittel / Versicherungszahlungen) für den Antragssteller nicht verfügbar sind oder waren.
    Sofern die mangelnde Antragsberechtigung in anderen Hilfsprogrammen auf fehlende Referenzumsätze zurückgeführt wird, bitten wir unter Bezugnahme auf Abschnitt 5.4. der FAQ zur Überbrückungshilfe III um Darlegung, inwieweit die dort dargelegten Ausnahmetatbestände jeweils nicht greifen.
    Für den Fall, dass der Antragssteller bislang keine Umsätze erwirtschaftet hat, ist plausibel und nachvollziehbar darzulegen, aus welchen Gründen das Geschäftsmodell dennoch als valide zu erachten ist.
  • Nachhaltige Sicherung Unternehmensfortbestand durch die Zahlung der Härtefallhilfe
    Erläuterung, auf welcher Basis die Sicherung des Unternehmensfortbestands hergeleitet wurde (beispielsweise auf Basis einer 13-Wochen Liquiditäts-Vorschau) und in welcher Höhe die Zahlung der Härtefallhilfe hierbei angesetzt wurde.

5. Sonderfälle

Die Zuschüsse sind zurückzuzahlen, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller ihre beziehungsweise seine Geschäftstätigkeit vor dem Ende des Bewilligungszeitraums dauerhaft einstellt. Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt haben oder das Insolvenzverfahren angemeldet haben, ist ausgeschlossen. Dies gilt auch, wenn ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit zwar nach dem Ende des Bewilligungszeitraums, jedoch vor Auszahlung der Zuschüsse dauerhaft einstellt. Hat ein antragstellendes Unternehmen die Absicht, einen Corona-bedingt geschlossenen Geschäftsbetrieb wiederaufzunehmen und verzögert sich jedoch die Wiedereröffnung, weil fortbestehende gesundheitspolitische Beschränkungen einen wirtschaftlichen Betrieb noch nicht zulassen, liegt keine dauerhafte Einstellung des Geschäftsbetriebs vor.

Neu gegründete Unternehmen können antragsberechtigt sein, solange die sonstigen Antragsvoraussetzungen auf Härtefallhilfe NRW vorliegen und die Härtefallkommission dies im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens feststellt.

Die Härtefallhilfe NRW wurde analog der Verlängerung der Überbrückungshilfe III zur Überbrückungshilfe III Plus um die Fördermonate Juli bis Dezember 2021 verlängert. Die Höhe der Härtefallhilfe NRW richtet sich weiterhin nach den förderfähigen Tatbeständen und den übrigen Regelungen zur Berechnung der Förderhöhe nach der Überbrückungshilfe III und zuletzt auch der Überbrückungshilfe III Plus, das heißt nach den jeweils erstattungsfähigen Fixkosten.

Die Maximalhöhe der Härtefallhilfe NRW bleibt weiterhin auf 150.000 Euro erhöht.

Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an die Hotline des Landes Nordrhein-Westfalen unter +49 211-7956 4996. Dort werden Ihnen weitere Kontaktmöglichkeiten zur Einreichung Ihres Änderungswunsches und dem weiteren Vorgehen genannt.

Unterlagen und Antrag

Antrag jetzt stellen

Ein Antrag kann ausschließlich über prüfende Dritte gestellt werden, das heißt von

  • einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater,
  • einer Wirtschaftsprüferin oder einem Wirtschaftsprüfer,
  • einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt, oder
  • einer vereidigten Buchprüferin oder einem vereidigten Buchprüfer.

Kontakt

Sie haben weitere Fragen?

Bei Fragen zu den Corona-Hilfsprogrammen in Nordrhein-Westfalen und der Härtefallhilfe im Speziellen können Sie sich gerne an die Hotline des Landes Nordrhein-Westfalen unter +49 211-7956 4996 wenden.

Ihr

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Berger Allee 25
40213 Düsseldorf

Webseite: Wirtschaft.NRW

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